„geträumte REALITÄT″ von Wolfgang Schöps

Videor Art Foundation zeigt Werke des Duisburger Künstlers Wolfgang Schöps

Rödermark, im Januar 2009. Die Videor Art Foundation eröffnet am 19. März um 18.30 Uhr die Ausstellung „geträumte REALITÄT″ mit Werken von Wolfgang Schöps. Der Duisburger Fotograf, Maler und Musiker folgt seinem künstlerischen Anspruch, indem er Bildkomposition und Musik eine perfekte Symbiose eingehen lässt und zu einem Gesamtkunstwerk mit besonderer Bildsprache verbindet. Sie entsteht durch den professionellen und innovativen Umgang mit der Computertechnik und ihren Möglichkeiten. Spezielle Bildbearbeitungsprogramme erlauben Szenen, die ihre ganz eigene Stimmung ausdrücken. Dabei nutzt Schöps als Arbeitsgrundlage den klassischen Frauen-Akt, um mit statischen Körperhaltungen die Sehgewohnheiten zu durchbrechen.
Im Mix mit außergewöhnlichen Vorder- und Hintergrundstrukturen werden alle Bildbestandteile zu einer scheinbaren Realität. Da das menschliche Gehirn nicht zwischen Traum und Realität zu unterscheiden vermag, nennt der Künstler seine Ausstellung „geträumte REALITÄT“.
In seiner Eigenschaft als ehemaliger Orchestermusiker und Komponist, wagt der Künstler einen weiteren Schritt. Er verknüpft seine avantgardistischen Crossover-Kompositionen als unterlässlichen Bestandteil eines Gesamten mit seinen Bildern. Nachdem ein Bildmotiv entstanden ist, wird in meditativer Weise durch die vom Bildmotiv ausgehende Stimmung zuerst eine musikalische Skizze antworten und anschließend in akribischer Feinarbeit alle passenden Instrumente zu einer Gesamtkomposition zusammengefügt. Bis auf wenige Ausnahmen spielt er in seinen Kompositionen jedes Instrument selbst. Beide Komponenten werden konsequent auf digitalem Wege erstellt.
Wolfgang Schöps wurde 1949 in Duisburg geboren. 1964 Musikstudium, anschließend weiterführendes Studium an der Folkwangschule für Musik und Kunst. 1968 erste Auftritte bei Schauspiel- und Bühnenmusik am Theater Oberhausen und wachsendes Interesse an den Arbeiten der Bühnenbildner. Gastengagement an der Deutschen Oper am Rhein und 1970 festes Mitglied der Bochumer Symphoniker. 1979 Einrichtung eines Studios für experimentelle Fotografie und Beschäftigung mit dem Medium Computer und als bildender Künstler tätig. Seit 2003 regelmäßige Teilnahme an der jährlichen Ausstellung „Kunstcocktail“ in Duisburg.

Videor Art Foundation, Carl-Zeiss-Str. 8 in Rödermark
Die Videor Art Foundation sammelt seit 1996 experimentelle Medienkunst und hat ihren Sitz im ComCenter des Rödermarker Handelsunternehmens Videor E. Hartig GmbH. Der Anbieter für professionelle Videotechnik versteht Kunstförderung als lebendigen Teil seiner Unternehmenskultur und fördert junge unbekannte Künstler. Ziel der Art Foundation ist es, Kunst in die Arbeitswelt zu integrieren und Mitarbeitern sowie Besuchern die Möglichkeit zu geben, sich mit zeitgenössischer Medienkunst auseinanderzusetzen. Derzeit umfasst die Sammlung rund 300 Exponate, die am Computer oder als Mixed Media entstanden sind. Zu den Aktivitäten der Videor Art Foundation zählen Ausstellungen, Wettbewerbe, Vermittlung von Künstlerkontakten und die Zusammenarbeit mit Medienhochschulen, Museen und Galerien.